Projekt Traumhaus – Lichtplanung

In der dunklen Jahreszeit habe ich gerne Abends Kerzen an. Im gemütlichen Licht fühle ich mich einfach wohl. Während der Baubesprechung kamen wir sehr schnell an den Punkt der Lichtplanung und ich hätte nie gedacht wie wichtig sowas ist.

Bevor der Rohbau beginnt können wir uns überlegen ob wir Einbauspots an den Zimmerdecken haben wollen. Oben bekommen wir eine Holzdecke, dort können Spots also einfach nachgerüstet werden. Im Untergeschoss müssen die Standpunkte der Spots allerdings schon bestimmt werden, weil die Bugsen dann direkt im Beton eingelassen werden. Nun saßen wir über unseren Bauplänen und überlegten erstmal wo welche Möbel ihren Platz im Haus finden. Dann begannen wir mit bunten Farben Steckdosen einzuzeichnen. Nachdem diese Aufteilung geklärt war überlegen wir uns wo wir Lichtquellen benötigen. Garnicht so einfach… wie viele Lampen braucht man und was muss wie ausgeleuchtet werden?

Ein Bekannter von uns ist Lichtplaner und stand uns bei diesen Fragen zur Seite. Ein Lichtplaner ist eine wirklich sinnvolle Investition. Bei einem Erstgespräch zeigten wir unserem Bekannten unsere Baupläne und erklärten ihm den Standort der Möbel. Da unser Esszimmer und unser Wohnzimmer ziemlich nah beieinander liegen riet unser Bekannter uns dazu an einem Standort mit einer Deckenlampe zu arbeiten. Wir beschlossen das eine schöne Deckenlampe über dem großen Esstisch bestimmt ein Eyecatcher sei. Das Wohnzimmer sollte dafür etwas ruhiger und gradliniger gestaltet werden. Hier werden sechs Einbauspots kreisförmig im Raum angeordnet. Diese Einbauspots finden sich dann auch vor der Küchenzeile und um die Kochinsel wieder.

Da die Einbauspots nicht gerade preisgünstig sind werden wir wahrscheinlich eine Deckenleuchte aus unserer jetzigen Wohnung in den Flur hängen. Hier erfuhren wir, dass es wichtig ist das der Eingangsbereich an der Türe gut beleuchtet ist. Wenn die Lichtquelle hinter der Türe ist, sehen hereinkommende Besucher eine Person, welche von hinten angestrahlt wird. Ein etwas grusliger Empfang. In das Gäste-WC werden wir auch eine bereits vorhandene Deckenleuchte hängen. Sollte man hier mit Spots arbeiten wollen ist es wichtig die Dusche gut auszuleuchten. Bei Duschamatur mit Regendusche sollte die Lichtquelle nie genau über dem Regenduschkopf hängen. Hätte vorher nie darüber nachgedacht, aber könnte reichlich dunkel werden beim Duschen.

Da wir im Obergeschoss mit unserer Holzdecke noch recht flexible sind haben wir uns dort noch nicht für bestimmte Leuchtmittel und deren Standorte entschieden. Im Flurbereich und Treppenaufgang werden wir wahrscheinlich mit Wandleuchten arbeiten, da die Speicheröffnung mittig im oberen Flur ist. Zuerst hatten wir überlegt die Speicheröffnung in eines der Schlaf- oder Kinderzimmer zu verlegen. Wir haben aber bei diesem Gespräch den Tipp bekommen, die Öffnung im Flur zu lassen. Eine Speichertreppe knackt schon mal gerne und der Wind heult durch die Verkleidung. Ein Kinderzimmer kann so ganz schnell zu einem Gruselkabinet umfunktioniert werden. Damit allzeit gute Träume garantiert sind bleibt die Speicheröffnung also auf dem Flur.

Zu einem späteren Zeitpunkt müssen wir uns auch noch mit der Außenbeleuchtung im Garten und Eingangsbereich auseinander setzen. Zur Zeit liegt unsere Wohnung am Rande der Felder. Das letzte Haus auf der Straße mit einer Sparglühbirne vor dem Haus. Immer wieder ein Abenteuer im dunkeln den Eingang zu finden oder gar die Türe aufzuschließen. Das muss sich im Haus auf jeden Fall ändern. Vielleicht kann man dort auch mit Bewegungsmeldern arbeiten.

Lichtplanung – ein Punkt der noch etwas länger auf unserer To-Do-Liste bleiben wird.