Projekt Traumhaus: Startschuss

Da lag nun dieser Vertrag mit einem kleinen Vermögen als Endsumme vor uns. Der Kugelschreiber lag schon in meiner Hand. Jetzt muss ich nur noch unterschreiben…

Am 27.03.2017 hatten wir den ersten Termin mit unserem Bauunternehmer. An der Wand des Besprechungszimmers hing eine kleine Ausstellung an möglichen Dachziegeln, Fensterrahmen, Fliesen und Prospekten von Heizungsanlagen. Neben meinem Cappuccino lag ein Stapel Fotobücher von bereits gebauten Häusern. Eine wirklich nette Idee, damit man sich schon mal ein Bild machen kann.

 

Im ersten Gespräch wurden unsere Vorstellungen und Wünsche erst einmal auf einem A4 Blatt gesammelt. Der Angestellte war mir direkt sympathisch. Ein freundlicher Kerl der scheinbar auch Ahnung vom Handwerk hat. Er schrieb fleißig alle Angaben mit und gab ab und zu einen Kommentar ab. Zum Beispiel wies er auf die verschiedenen Heizungsanlagen hin. Ist eine zentrale Be-und Entlüftung gewünscht? Der Preis für den Bau eines Kellers fiel. Braucht man einen Keller überhaupt oder reicht doch ein großer Hauswirtschaftsraum? Wie viel QM² Wohnfläche wünschen wir uns? Grundsatzfragen, die für ein Angebot geklärt werden müssen. Aus dem Repertoire des Bauunternehmers bekamen wir zwei Baupläne von ähnlichen Haustypen mit. Beide haben eine Grundfläche von ca. 130 qm² ohne Keller mit einem Erker.

Für meinen Geschmack sehr gemütlich. Allerdings find ich 130 qm² zu klein. Auf dem ersten Plan ist ein Badezimmer im OG mit Dachflächenfenster geplant. Das gefällt mir auch nicht. Küche nach hinten und Wohnzimmer zur Seite – das kann man sicher tauschen.  Aber wie kommt man dann auf die Terrasse ohne durchs Wohnzimmer zu laufen?

 

Zum Abschied bekamen wir die Baubeschreibung zum Lesen mit nach Hause. Die beiden Pläne der „Musterhäuser“ dürften wir auch mitnehmen. Und als erste Hausaufgabe gab es die Themen „zentrale Lüftungsanlage: Fluch oder Segen?“ und „Keller: teurer Abstellraum oder sinnvoll?“.

Mit diesen Grundsatzfragen waren wir jetzt erst einmal beschäftigt. Fragt man 20 Leute, bekommt man 20 Meinungen. Irgendwann muss man sich dann einfach mal Entscheiden! Die Entscheidung fiel für eine Lüftungsanlage und gegen einen Keller. Bei den heutigen Baupreisen kann man ja auch nicht alles haben.

 

In zwei nachfolgenden Terminen wurde dann für uns ein Angebot erarbeitet. Alle unsere Sonderwünsche wurden mit Preisen versehen. Außerdem wurde die Baubeschreibung von oben links bis unten rechts mehrfach durchgegangen, bis auch der letzte offene Punkte geklärt war. Nun haben wir den 19.05.2017, die Uhr zeigt 18.45 Uhr und ich habe einen Kugelschreiber in der Hand. Wenn man dann die Summe unter dem Vertrag liest kommt man echt noch mal ins Grübeln. Zweifel kommen auf – jetzt doch einen Keller? Will ich das wirklich alles so haben? Der Startschuss zum Projekt Eigenheim nur eine Unterschrift entfernt. Ich lächle meinen Freund an.